Das weiße Pferdchen aus dem Jurteland
Die Kinder-Theaterei an der Blau ist eröffnet
Blaustein Jetzt ist es auf Trab gekommen: das neue Kindertheaterzelt der Herrlinger Theaterei – mit der wohlgemerkt ersten Produktion für Kinder und Familien im malerischen Zelt beim Bad Blau. Und Prinzipal Wolfgang Schuhkraft setzt zum Startschuss für sein neues Spielgenre nicht aufs schwere Kaltblütler-Getrappel von der Schwäbischen Alb, sondern auf den fliegenden Galopp aus der mongolischen Steppe: „Das Geschenk des weißen Pferdchens“ ist nach Rudolf Herfurtner ein poetisches Erzähltheaterstück von 2010, das eine Legende aus der Mongolei zum märchenhaften Ausgangspunkt nimmt.
Silberstreif nach drei Giftpfeilen
„Am Grunde der Schönheit liegt oft die Traurigkeit“, sagt der 1947 in Wasserburg am Inn geborene, zu Deutschlands bekanntesten Kinder- und Jugendbuchautoren zählende Herfurtner. In der Tat: Wenn „Quick Quick“, mit dem Knecht Suhe beim Turnier die Hand der mongolischen Prinzessin gewinnen will, von drei Giftpfeilen des Nebenbuhlers Gunan getroffen, in den Armen seines wackeren Reiters die Pferdchenseele aushaucht, wird es ganz still im Kindertheatereizelt. Doch die feuchten Augen strahlen wieder, wenn in der Rahmenhandlung ein ganz neuer Hoffnungsschimmer durchblitzt.
Celia Endlicher, Anke Siefken und Bernhard Bonvicini bringen den verschachtelten Erzählstrang, den Daniel Theuring klug sortiert, mit flinken Rollenwechseln und viel Herzblut über die Bühne. Ulrich Hahnel sorgt für die musikalischen Urlaute. Und das Bühnenbild von Gesine Pitzer: zwischen Jurte, ländlichen (fliegenden) Verkleidungskünsten und Illerkiesel eine naturalistische Labsal. (roma)
Fortsetzung „Das Geschenk des weißen Pferdchens“ wird im Theatereizelt beim Bad Blau wieder gespielt am kommenden Sonntag um 11 Uhr sowie am Sonntag, 27. Mai, um 11 Uhr.
Infos auch im Internet
Eingefügt aus <http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Das-weisse-Pferdchen-aus-dem-Jurteland-id20178061.html>















