Fritz Mühlenweg

 

Großer Bahnhof für Fritz Mühlenweg

 

Fritz Mühlenweg

 

Fritz Mühlenweg  Bild: MMA

Am 23. Juni wird im Obergeschoss des Bahnhofs Allensbach das Mühlenweg Museum eröffnet. Allensbach würdigt damit einen seiner berühmtesten Söhne, den Maler und Schriftsteller Fritz Mühlenweg.

Die Idee, dem Maler und Schriftsteller Fritz Mühlenweg (1898-1961) in Allensbach ein Museum einzurichten, geht auf das Jahr 2006 zurück. Anlässlich der "Allensbacher Ausstellung" mit Bildern von Mühlenweg und seiner Frau Elisabeth beschrieb damals der Thurgauer Verleger Ekkehard Faude in der Eröffnungsrede Leben und Werk des Ehepaars an Hand von Räumen eines imaginären Museums. Sabine Schürnbrand, die Leiterin des Allensbacher Amtes für Kultur und Tourismus, ließ der Vortrag und die darin formulierten Gedanken keine Ruhe.

Bald fand sie im Bürgermeister Helmut Kennerknecht einen Verbündeten: Allensbach sollte mit einem Museum an den gebürtigen Konstanzer Maler und Schriftsteller erinnern, der sich 1935 in der damals 1000-Seelen-Gemeinde mit seiner Frau niederließ, um als freischaffender Künstler zu leben. Mit Malerei und Vorträgen über seine drei Mongolei-Reisen, die der gelernte Kaufmann zwischen 1927 und 1932 unter anderem mit Sven Hedin realisierte. Erste literarische Versuche fanden zunächst keinen Verlag, aber mit seinem Roman "In geheimer Mission durch die Wüste Gobi" hatte er seinen Durchbruch. Der Roman wurde in acht Sprachen übersetzt und etablierte den Schriftsteller Fritz Mühlenweg. Nach seinem Tod allerdings wurde er schnell vergessen. Und es war der Verleger Ekkehard Faude, der Mühlenweg wiederentdeckte, den Maler der Neuen Sachlichkeit wie den Schriftsteller einer "natürlichen" Prosa.

Gut Ding braucht Weile: Am Samstag, 23. Juni, wird nun das Museum Mühlenweg Allensbach (MMA) in ersten Obergeschoss des Bahnhofs eröffnet. Von diesem Bahnhof aus startete Mühlenweg seine Lesereise. Der Wahl-Allensbacher hatte keinen Führerschein, er fuhr lieber Bahn. Der erwähnte Verleger Faude sorgte für die "inhaltliche" Ausstattung des kleine, aber feinen Museums. Darin wird eine Geschichte erzählt, wie Mühlenweg mongolisch lernte:

Mit dem Chahar Mongolen Märin war Mühlenweg 1927 und 1931/32 in Asien unterwegs. Von ihm lernte er mongolische Wörter, Höflichkeitsformeln, die Weltsicht der Nomaden und erhielt nebenbei auch einen Einblick in die chinesische Siedlungspolitik, die nomadisch lebende Stämme aus ihrem Weidland in die Wüste abdrängte. Vieles davon verwob er in seine Romane.

Das Besondere aber am Spracherwerb von Mühlenweg war, dass er die ersten für den Alltag nützlichen Worte nach Gehör aufschrieb. Er war der einzige Speditionsteilnehmer, der das machte. Im Standlager am Edsin-Gol übertrug er mehr als 500 Vokabeln in thematisch geordnete Listen. Wortwiederholungen zeigen, wie sich sein Gehör für den mongolischen Wortklang verfeinert hat.

Weil Mühlenweg sich bald auf Mongolisch unterhalten konnte, beauftragte ihn Hedin im November 1927, zusammen mit einem Mongolen und einem Chinesen Lebensmittel in einer hunderte Kilometer entfernt vermuteten Siedlung zu beschaffen. Die abenteuerliche Flucht über den Wüstenweg "Pfad der Nachdenklichkeit" nahm er später als Stoff für seinen zweiten Roman. Mühlenwegs Kladde von 1927 mit einer frühen Liste mongolischer Wörter (und vieles mehr) wird in Allensbach ausgestellt.

Das Mühlenweg Museum Allensbach (MMA) im Bahnhof wird am Samstag, 23. Juni, ab 14 Uhr mit einem Tag der Offenen Tür eröffnet. Kurator und Verleger Ekkehard Faude führt um 15, 16 und 17 Uhr durch die Ausstellung. Patrick Blank liest um 14, 16 und 18 Uhr aus dem Werk Mühlenwegs im ehemaligen Atelier- und Wohnhaus Mühlenweg (Konstanzer Str. 31). Lesung für Kinder aus "Nuni" um 16 Uhr im Bahnhof. Weitere Informationen unter:www.muehlenwegmuseum.de


Eingefügt aus <http://www.suedkurier.de/nachrichten/kultur/aktuelles/kultur/Grosser-Bahnhof-fuer-Fritz-Muehlenweg;art410935,5558855> 

   

Service  

Beratung und Buchung

Wir beraten Sie gerne auch telefonisch:

Janna Martin

Tel. 49 - (0) 35 33 - 16 34 98
Mo.- Fr. 9-18 Uhr,
Sa. 9-12 Uhr

AGB >>>

Schnellanfrage >>>

Reisekategorien A/B >>

Feedback >>>

Einreisebestimmungen
Visum erforderlich. Notwendig ist dazu der 12 Monate über den Aufenthalt hinaus gültige Reisepass. Für ein Visum länger als 30 Tage ist eine Genehmigung der Ausländerbehörde der Mongolei unbedingt erforderlich (einzuholen von dem einladendem Gastgeber). Infos >>

Flugbuchung ab Berlin

Flugbuchung ab Wien

Flugbuchung ab Zürich

Flugbuchung.com

Die Europäische Reiseversicherung

www.sixt.ch
   
FacebookMySpaceTwitterDiggDeliciousStumbleuponGoogle BookmarksRedditNewsvineTechnoratiLinkedinMixxPinterest
   
Live tracking and statistics
© 2004 - 2013 MONGOLEITRVEL.CH

Wer ist online

Aktuell sind 15 Gäste und keine Mitglieder online