Nach dem Tod des grossen Khans wurde diese durch seinen Sohn Ogedei Khan vollendet. Karakorum diente aber nur 40 Jahre als Hauptstadt, bis Kublai Khan diese in das heutige Peking verlagerte. Mit dem Zerfall des grossen Mongolischen Reiches wurde Karakorum aufgegeben und später durch mandschurische Horden zerstört. Die verbliebenen Ruinen von Karakorum lassen heute noch die kolossalen Mauern (400 m in der Länge) und Teile frühere Gebäude erkennen.
In der Nähe der Ruinen von Karakorum befindet sich das erste 1586 erbaute buddhistische Kloster Erdenezuu mit seinen 108 Stupas.
1792 gehörten 62 Tempel zu dem Kloster, in denen10.000 Lamas ihre Dienste verrichteten Während der Stalinistischen Säuberungsaktionen in den 1930er Jahren wurde auch dieses Kloster ein Opfer und teilweise zerstört. Vier aus Stein gehauene Schildkröten kennzeichneten die Grenzen des Komplexes, von denen zwei noch erhalten sind.
Nach der demokratischen Bewegung 1990 ist es wieder ein aktives Kloster und hat viel von seinem früheren Ruhm zurückerlangt.
Eingeschlossen in einem riesigen ummauerten Komplex befinden sich drei Tempel, die den drei Lebensphasen Buddhas (als Kind, Jugendlicher und Erwachsener) gewidmet sind. Der Zentraltempel namens Zuu, beherbergt Statuen von Buddha als ein Kind.
Das Tuvchun-Kloster wurde auf der Höhe des Undur Shireet 2.312 Metern über dem Meeresspiegel errichtet. Undur Shireet befindet sich auf der Grenze zwischen den Archangai und Uvurchangai Aimags. Das Kloster wurde durch Zanabazar (erster Bogd Gegen der Mongolei) erbaut. Es wurde 1654 auf der 20m hohen Felsklippe am Südhang mit 14 kleinen Tempeln errichtet. Zanabazar schuf dort 1680 die berühmte Schrift „Sojombo".
Der Tempel ist seit 1998 in der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO eingetragen und seit 1996 ist es Schutzgebiet in der Mongolei.
Ugii-See liegt 1.337 Meter über dem Meeresspiegel in Ugiinuur Sum im Archangai Aimag. Er erstreckt sich 25 Quadratkilometer, und ist für seinen Vogel- und Fischreichtum bekannt. An Fischen finden wir Hecht, Katzenwels und Barscharten, die den Hauptanteil für den Fischereibetrieb bilden. Fünfzig bis achtzig Tonnen werden jährlich gefangen. An Vögeln kann man öfter Schwäne, Gänse ,Weissen Löffelreiher und den fleckigen Dalmatinischen Pelikan antreffen.
Im Grenzgebiet von drei Aimags (Bulgan , Ovorkhangai und Tuv ) befindet sich das Chugnu Khan-Gebirge. Es ist ein malerisches Gebiet mit Bergen, Wäldern, Steppen, Wüstencharakter ( auch genannt Elsen Tasarchai ) und Mineralwasserquellen, alles auf engen Raum.
Dort befindet sich auch das Chugnu Tarny Kloster, welches sich aus einer oberen und unteren Anlage zusammensetzt. Was das Kloster interessant macht ist, dass es von drei verschiedenen Zeiten des Buddhismus ( frühe, mittlere und späte ) in der Mongolei gekennzeichnet ist. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gründete der Prinz Bishrelt des ehemaligen Tusheet Khans Aimag das Kloster. Zanabazar widmete später seinem Lehrer Erdenetsorj dieses Kloster. Es wurde in 1670-1680 gebaut Während des Krieges von Galdan Boshigt gegen die Mandschurei am Ende des 18. Jahrhunderts wurde es zerstört. Nach der Demokratisierung 1990 wurden die Tempel wieder restauriert. Die Restaurierung wurde von der Enkelin des Mönchen geleitet, der in dem zerstörten Kloster lebte.
Der Wasserfall „Ulaan Tsutgalan“
Der Fluss Ulaan kommt aus den Bergen, passiert mehrere Kaskaden und erreicht schliesslich die Stelle, wo er aus einer beeindruckenden Höhe von 20 Metern in die Tiefe stürzt und nach etwa weiteren 100 m sich mit dem Fluss Orchon vereinigt. Der Orchon fliesst durch Basalt-Felsen aus dem Gyatruu-Gebiet, zum Karakorum Sum bis er nach 1.124 km in den Fluss Selenga mündet. Der Wasserfall ist ein bedeutender Platz zur Beobachtung von Vögeln und ein beliebter Platz zum Angeln. Es besteht auch die Möglichkeit eines Besuches bei Araten, die Pferde züchten. Dort kann man ihre Lebensweise, ihre Kultur und Traditionen erfahren.

Chorgo Terchiin Tsagaan Nuur- Nationalpark
Zur Erhaltung der gefährdeten Arten von Flora und Fauna wurde der Chorgo Terchiin Tsagaan Nuur National Park in dieser einzigartigen Landschaft gegründet. Er ist von den Bergen des Changaigebirges umgeben, die bis zu 3.000 m über den Meeresspiegel ragen. In diesem verhältnismässig kleinem Gebiet gibt es etwa ein Dutzend erloschene Vulkane. In einigen von ihnen befinden sich winzige, kristallklare Seen.
Der Chorgo Krater, gelegen in einer Höhe von 2.210 Metern, mit einem Durchmesser von
20 Metern und einer Tiefe von 70 bis 80 Metern, ist der interessanteste von allen. In diesem Krater gibt es keinen See, aber es gibt Wolken, die von dem aus den Klüften und Spalten austretendem Wasserdampf gebildet werden. Im Winter bilden sich Eisformen, die aus der Ferne wie grosse Schafherden aussehen.
In der Nähe des Kraters gibt es Dutzende kleine Höhlen mit Stalaktiten, die von Decken und Wänden hängen.
Die in der Vergangenheit mit vulkanischer Lava überschwemmten Täler sind heute mit kleinen Wäldern und einer grossen Vielfalt von Blumen und Beeren bewachsen. In den Wäldern leben viele Rehe, wilde Ziegen und andere Tiere sowie verschiedene Arten von Vögeln.

Terchiin Tsagaan-See
Eine riesige Masse der weissglühenden Lava blockierte einst das Bett des Flusses Terch, und das angestaute Wasser bildete den See Terchiin Tsagaan, der eine Länge von 16 km misst, eine Tiefe von 20 m hat und eine Fläche von 61 km² einnimmt. Er liegt in einer Höhe von 2.060 m über dem Meeresspiegel. Der Fluss, der den See verlässt, trägt den Namen Suman. Mit seinem reissendem, wilden Wasser bahnt er sich den Weg durch Felsen, bildet dabei Schluchten und staut auch weitere kleine Seen an. Das Wasser des Flusses ist so unruhig, dass es bei den strengen Winterfrösten nicht friert. In der Mitte des Sees gibt es eine vulkanische Insel, die mit Büscheln vom Gras „San Kham“ bedeckt ist. Den ganzen Tag kann man die Schreie von Vögel und das quaken der Enten hören.
Zu der vorhandenen Tierwelt um den See zählen weiter: Gänse, Edelhirsch, Sibirische Rehe, Bären und im Sommer nisten auch Grosse Kormorane.
Besuch bei einer Nomadenfamilie
Die Mongolei ist eins der wenigen Länder der Welt, wo es noch eine grosse Anzahl Nomaden gibt. Seit dem Hunnenreich züchten die Mongolen in erster Linie fünf Haustiere wie Schafe, Pferde, Rinder, Kamele und Ziegen in den weiten Gebieten der Wälder, der Steppe und der Wüste. Besonders respektieren sie ihre Pferde. Mongolen sehen in ihren Pferden ihren besten Freund. Mongolische Nomaden wechseln zwei bis viermal im Jahr ihren Platz. Die Anzahl der Wechsel hängt von der Qualität der Weide und dem Viehbestand ab. Die mongolischen Nomaden folgen immer ihrer Herde, weil sie den Weg zu den besten Weiden kennt. Die Behausung für die Araten (Nomaden) ist die traditionelle Jurte.














