Im Winter friert der Chuvsgul mit einer dicken Eisschicht so zu, dass auch grosse Lastkraftwagen den See befahren. Im Sommer hat der See so klares Wasser, dass man bis zu 10 m Tiefe sehen kann. Seine Ufer zeichnen sich durch die Farbenvielfalt der Wildblumen in Abhängigkeit der Jahreszeiten aus. Anstatt unter Bäumen und über Flüsse am Seeufer zu wandern, werden während der warmen Monate Bootsfahrten angeboten, durch die man bleibende Eindrücke des Sees erhölt. In dem Seegebiet findet sich eine grosse Vielfalt von Pflanzen und Tieren. Der Chuvsgul-See ist schon seit langer Zeit wegen der Reinheit seines Wassers und seinen umgebenden Ufern berühmt. Sein ursprünglicher Zustand ist Grund für einen wachsenden Tourismus, der in den letzten Jahren dieses Gebiet ernsthaft bedrohte. Seit 1990 ist der Chuvsgul-See und seine gesamte Umgebung zum Nationalpark erhoben wurden. Heute bietet er ein Paradies für Naturforscher, und er ist ein idyllischer Ort für Erholungssuchende.
Mit schönen Stränden, ausgezeichneten Wandergelegenheiten und den möglichen Bootsfahrten entwickelt sich der Huvsgul-See zu einen der attraktivsten Urlaubsorte Asiens.
Das Wort Chuvsgul stammt aus dem Türkischen. Chuv bedeutet blau und gul bedeutet See. Somit erklärt sich die Bezeichnung Chuvsgul als Blauer See. Durch seine enorme Grösse nennen die ortsansässigen Bewohner ihn auch „Mutter Meer“. Seit vielen Jahrhunderten beteten die Menschen den See an und glaubten an seine Macht. So kann man an dem See noch die Bдume sehen, an den die Glдubigen blauen Seidentücher und -Bänder seit Jahrhunderten hängen.

„Tsaatan"-die Rentier-Züchter
Die Rentier-Züchter leben im Nordwestgebiet vom Huvsgul, das der Taiga sehr ähnelt. Die sich dort befindenden Berge sind 3.000 m über dem Meeresspiegel hoch. Das Gebiet hat dichte Wälder und ist felsig. Weideflächen sind selten, und die Sommer sind kurz. Wie schon immer, passen Rentiere und Yaks zu dieser Landschaft. Die Rentierzüchter leben auch in der West- und Osttaiga. In der Mongolei werden die Rentierzüchter Tsaatan genannt. Heutzutage leben 14 Familien in der westlichen Taiga, und 18 Familien leben in der östlichen Taiga. Die Rentierzüchter wechseln sechs bis achtmal im Jahr ihren Standort. Für den Transport werden auch die Rentiere selber genutzt, und die Entfernungen liegen bei 150 km bis 200 km.
Unter den Rentierzüchtern gibt es auch Schamanen, mit den die Touristen gern Bekanntschaft machen wollen. Bei den Schamanen findet das allerdings keine Resonanz, weil ihre religiöse Bekleidung und ihre Rituale nur zu bestimmten Zeiten getragen wird bzw. durchgeführt werden. Der schwere Metallbehang ihrer Bekleidung erfordert beim Anlegen immer eine zusätzliche Hilfe, doch während des Schamanentanzes in Trance mit seinen grossen Sprüngen und schnellen Bewegungen kann man der Annahme sein , dass die Gesetze der Schwerkraft aufgehoben sind. Es wird durch ihre unterschiedliche Wirkung zwischen den männlichen(Zairan) und weiblichen(Udgan) Schamanen unterschieden. Der weibliche Schamane ist stärker als der männliche.

Der erloschene Vulkan von Uran Togoo Uul liegt in der Nähe der Strasse von der Stadt Bulgan nach Moron, der Verwaltungsstadt des Chuvsgul-Aimags. Die Strasse verläuft 80 km in nordwestliche Richtung von Bulgan durch das Territorium des Kutag-Undur Sum. Uran Togoo Uul nimmt eine Fläche von 8 km² ein und erhebt sich 1.686 Meter über dem Meeresspiegel. Dieses Gebiet ist seit 1965 geschützt, und man kann sich an dem säulenartigen Naturdenkmal erfreuen. Auf dem erloschenen Vulkan befindet sich der Krater mit einer Ausdehnung von 500 bis 600 m und einer Tiefe von 50 m. Im Krater befindet sich ein kleiner See mit einem Durchmesser von 20 m, der von Bäumen umgeben ist Es ist ein wirklich faszinierender Berg. In dieser Region kann man Damhirsche, verschiedene Steinböcke, Wildschweine und verschiedenen Entenarten begegnen.
Amarbayasgalant-Kloster liegt 360 km nördlich von Ulan Bator und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Es kann mit dem Jeep oder durch eine Kombination der lokalen Zug- und Auto-Fahrt erreicht werden. Es handelt sich nach dem Erdene Zuu Kloster bei Karakorum um das zweitbedeutende Kloster der Mongolei. Erbaut wurde es von 1727 bis 1736 und war dem ersten mongolischen buddhistischen Bogd Gegeen (Staats- und Religionsoberhaupt) gewidmet. Es gab 27 verschiedene kleine und grosse Tempel. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert war es die grösste buddhistische Pilgerstätte in der Mongolei. Es lebten ungefähr eintausend Lama, die lernten und bei den typischen Gesängen meditierten, in diesem Kloster. Während der Repressalien von 1930 bis 1940 wurde Amarbayasgalant ausgeplöndert und z.T. vernichtet. 1996 wurde es von der UNESCO in der Liste des Weltkulterbes aufgenommen.
Nach 65 Jahren organisierten Mönche erstmals wieder die Aufführung des religiösen Tanzes „Tsam“ in diesem Kloster.














