Die Mongolei

 Die Mongolei


Ulan Bator
Ulaanbaatar

Ulan Bator liegt am Ufer des Flusses Tuul und ist von  den vier heiligen Bergen mit dichten Kiefernwäldern auf den nördlichen Hängen und der Grassteppe im Süden umgeben. Diese Stadt wird häufig als sonnig, friedlich und offen beschrieben, die von Kontrasten geprägt wird, wo modernes Leben mit dem mongolischen, traditionellen Lebensstil verschmilzt. Breite Strassen werden durch moderne Autos geprägt, wobei auch Reiter und Vieh zur allgemeinen Szene gehören. 

Obwohl moderne Architektur das Stadtzentrum charakterisiert, können Besucher, die vom Flughafen Buyant-Uhaa  oder mit der Eisenbahn ankommen, Tausende traditionelle, mongolische Jurten (Ger ) sehen. Die Jurtenviertel liegen um das Stadtgebiet herum.

Gandan Kloster
 
Das Gandan-Kloster ist eines der grössten und bedeutendsten Klöster in der Mongolei sowie  eines der interessantesten Sehenswürdigkeiten von Ulan Bator. Gebaut wurde es in der Mitte  des 19. Jahrhunderts. Es ist  das einzige Kloster, das auch  während der kommunistischen Vergangenheit seine buddhistischen Tätigkeiten durchgehend ausüben konnte.   Die Tempel können auch während der buddhistischen Zeremonie  der Mönche zu bestimmten Zeiten aufgesucht werden. Der Migjid Janraisig Tempel ist ein wichtiger Teil des Gandan Klosters. Der Tempel beherbergt die majestätische, neue, vergoldete, mit Juwelen geschmückte Statue von Migjid Janraisig,. Diese 26 Meter hohe, 20 Tonnen schwere Statue ist die Kopie von einer, die in den 1920er Jahren von den Kommunisten zerstört wurde. Die Statue wurde mit Spenden von Menschen  aus der Mongolei als Symbol des buddhistischen Wiederauflebens Mitte der 1990er Jahre gebaut.
 
Natural historie museum
 
Das Museum für Naturkunde ist eins der ältesten Museen in der Mongolei, das 1924 als das Nationalmuseum gegründet wurde. 1956 wurde es zum Zentralen Staatsmuseum umbenannt, und 1997 wurde es das Museum für Naturkunde. Heute finden wir in diesem Museum die Abteilungen für Erdkunde, Geologie, Flora und Fauna, sowie Paläontologie. Die ausgestellten Objekte  zeigen präparierte Tiere wie den Gobibären, das Wildkamel, eine grosse Zahl von Vogel und Fischarten, die viele Informationen über die reiche Fauna der Mongolei geben. Sehr eindrucksvoll ist die Abteilung für Paläontologie. Hier gibt  es versteinerte Eier und Knochen von vielen Dinosaurierarten, die vor 60-70 Millionen Jahren im Gebiet der heutigen Gobiwüste lebten. Es sind zwei komplette Skelette der Fleisch fressenden Riesen Tarbosaurus und Saurolophus aufgebaut. Von den bis heute zehn erforschten Dinosauriern wurden achtf in der Mongolei gefunden. Dieses Museum zeigt auch Mineralien, die im Land gefunden werden.
national history museum

Museum der Nationalen Geschichte
Das Museum  der Nationalen Geschichte befindet sich heute im ehemaligen Museum der Revolution. Das Museum verfügt über eine reichhaltige Sammlung, die von der Steinzeit bis zur Gegenwart der Mongolei reicht. Es erlaubt einen Einblick in die einzigartige Kultur der reitenden Steppennomaden und zeigt ihren  Lebensstil. Die Ausstellung enthält viele Kunstgegenstände, militärische Ausrüstungen, wie Waffen von Dschingis Khans Kriegern. Die  Sammlungen beinhalten auch die traditionellen mongolischen Trachten  und Schmuck. Ausserhalb des Museums befindet sich eine Skulptur als  Denkmal für die Opfer der politischen Verfolgung der 1930er Jahre.

zanabazar fine art museum

Das Zanabazar Museum ( Museum der Schönen Künste)
Das Zanabazar Museum zeigt Werke von Künstlern, Bildhauern und Malern der Mongolei vom frühen Zeitalter bis zur modernen Zeit. Das Museum zeigt mehrere Felsmalerein, grafische Künste, buddhistische Tankas (Textilmalerei), Stickereien, einzigartige Tsamtrachten( Tsam ist ein buddhistischer Tanz) . Die wertvollsten und schönsten Ausstellungsstücke schliessen Arbeiten von Zanabazar, dem grossen Bildhauer und Künstler des 17. Jahrhunderts ein, der auch der  erste religiöse Herrscher  der Mongolei war.
 Das Museum, das gegenüber eines  Taxistandes auf  der Einkaufsmeile Chudaldaany Gudamj liegt, ist von 9°° Uhr bis  16°° Uhr geöffnet.

Bogd khan Winter Palast

Bogd Gegeen Palastmuseum (Bogd-Gegen = Kaiser)
Die Bauten des Museums wurden zwischen 1893 und 1903 errichtet und dienten als Winterpalast des Bogd Gegeen bis zum  letzten Kaiser der Mongolei Javzan Damba Hutagt VIII.  Dieses Ensemble  von Tempeln und Gebäuden enthält mehrere buddhistische Gestaltungsarbeiten und die Privatsammlung von Javnzan Damba Hutagt, die sich aus Geschenken von Herrschern und Königen aus aller Welt zusammensetzen. Auf dem halben Weg zum Zaisan Berg, auf  der Südenseite  des Stadtzentrums,  liegt dieses Palastmuseum.

Kloster von Tschoijin Lama
Der Lamatempel von Tschoijin, gebaut von 1904 bis 1908, ist ein klassisches Beispiel der traditionellen buddhistischen Architektur. Hier lebte Luvsan Haidav Tschoijin Lama, der Bruder von Bogd-Gegeen und einer  der berühmten Lama. Das Museum ist wegen seiner Sammlung von buddhistischen Kunstarbeiten, ursprünglichen Seidenikonen und Tsam Tanzmasken berühmt.

Zaisan Hill

Zaisan-Berg
Dieser markante Berg in der Landschaft vor der Stadt bietet einen guten Ausblick auf Ulan Bator und die Umgebung. Die grossen Denkmäler auf der Spitze des Berges  wurden  zur Erinnerung an die gefallenen Soldaten im  Zweiten Weltkrieg errichtet.

Suchbatorplatz ist das Zentrum im Herzen von Ulan Bator. Eine grosse Reiterfigur charakteresiert diesen Platz und zeigt den berühmten Helden der Revolution Suchbator. Dieser Platz wurde nach dieser historischen Figur benannt. Solche wichtigen Gebäude wie das Parlament, die Börse, die Oper und der Kulturpalast umgeben diesen Platz.I.

Turtle Rock

Der Terelsh-Nationalpark (Terelsh ist ein Fluss) ist das populärste Ausflugsziel und das drittgrösste geschützte Gebiet  in der Mongolei. Besucher können erholsame Spaziergänge durch Wiesen, die teppichartig mit Edelweiss und anderen wilden Blumen bewachsen sind, unternehmen. Eine Wanderung entlang des Bergflusses mit seinen bewaldeten Ufern bietet auch Aussichten auf  mit Kiefern bewachsene Berge und bizarre Felsformationen. Der Park liegt 80 km von  Ulan Bator entfernt  und ist einer der schönsten Plätze in der Mongolei. Es gibt auch eine grosse Zahl von Abenteuerbetätigungen wie Wildwasserfahrten, Reiten, Wandern, Skilaufen, Camping und Mountenbiken.

bogd uuliin zurag

Der Bogd Uul-Bergnationalpark ist mit einer der populärsten Ausflugsziele in der Nähe von Ulan Bator und eignet sich auch gut für kurze Ausflüge. Er liegt südlich von  Ulan Bator und ist seit 300 Jahren ein geschütztes Gebiet, der älteste Nationalpark des Landes. Am Bogd Uul befinden sich heilige Berge und in Felsen gemeisselte Bilder, mehr als 300 Pflanzenarten, Tiere wie Wildschwein, Fuchs, Hasen, Wolf, Eichhörnchen, Adler und Spechte sowie ein Rehgehege. Es kann  auch das Manzushir Chid ( Chid= Kloster) des 18. Jahrhunderts im Süden des Reservats besucht werden. Das Kloster liegt in einem schönen Tal und ist umgeben von rauschenden Kiefernwäldern, Birken mit zwischengelagerten Granitblöcken. Es wurde 1733 gegründet, hatte 20 Tempel und beherbergte mindestens 300 Mönche.
 Es gibt hier gute Gelegenheiten, um den Lebensstil der Nomaden kennen zulernen, den Airag (gegorene Stutenmilch, auch Kumys genannt) das traditionelle nomadische Getränk zu probieren. Dieser Platz ist auch für Treckingtouren, zum Wandern und zum Reiten ideal.

Khustai National Park

Der Hustai-Nationalpark liegt etwa 90 km südwestlich von Ulan Bator und beheimatet die einzigen natürlich überlebten Wildpferde der Welt. Das Przewalskipferd ( auf Mongolisch Tachi) wurde hier erfolgreich ausgewildert. Es hat eine hellgelbe Felldecke und eine kurze, steife, schwarze Mähne. Das  Przewalskipferd ist etwa 250 cm lang, 146 cm hoch und wiegt durchschnittlich 300 kg. 
Der Hustai Nationalpark umfasst  90.000 Hektar und seine Landschaft ist mit seiner Bergsteppe, der Steppe, den vorhanden Sanddünen und den Flussfeuchtgebieten einzigartig.. Der Nationalpark hat 450 verschiedene Pflanzenarten, von denen 200 medizinische Heilkräuter sind. Auf dem Gebiet des Hustai Nationalparks gibt es sehr viel geschichtsträchtige Stätten, die bis in das 6. und 8. Jahrhundert zurück reichen.

 

Nördliche Mongolei
nord-Khuvsgul nuur 2

 

Chuvsgul-See
In einem riesigen Gesteinsmassiv liegt ein Becken mit einer Ausdehnung von 110 km Länge und 40 km Breite nahe der sibirischen Grenze. In diesem Becken befindet sich  3 % des auf der Erde vorkommenden Süsswassers. Dieser See hat seine Berühmtheit dadurch erlangt, weil seine Ufer von Wäldern umgeben sind, dahinter liegen die schneebedeckten Spitzen der Choridol Sardiag-Berge und die majestätische Weite beeindruckt seine Besucher. 

Im Winter friert der Chuvsgul mit einer dicken Eisschicht so zu, dass auch grosse Lastkraftwagen den See befahren. Im Sommer hat der See so klares Wasser, dass man bis zu 10 m Tiefe sehen kann. Seine Ufer zeichnen sich durch die Farbenvielfalt der Wildblumen in Abhängigkeit der Jahreszeiten  aus. Anstatt unter Bäumen und über Flüsse am Seeufer zu wandern, werden während der warmen Monate Bootsfahrten angeboten, durch die man bleibende Eindrücke des Sees erhölt. In dem Seegebiet  findet sich eine grosse Vielfalt von Pflanzen und Tieren. Der Chuvsgul-See ist schon seit  langer Zeit wegen der Reinheit seines Wassers und seinen umgebenden Ufern berühmt. Sein ursprünglicher Zustand ist Grund für einen wachsenden Tourismus, der in den letzten Jahren dieses Gebiet ernsthaft bedrohte. Seit 1990  ist der Chuvsgul-See und seine gesamte Umgebung zum Nationalpark erhoben wurden. Heute bietet er  ein Paradies für Naturforscher, und er ist ein idyllischer Ort für Erholungssuchende.
Mit schönen Stränden, ausgezeichneten Wandergelegenheiten und den möglichen Bootsfahrten entwickelt sich der Huvsgul-See zu einen der attraktivsten Urlaubsorte Asiens.
Das Wort Chuvsgul stammt aus dem Türkischen. Chuv bedeutet blau und gul bedeutet See. Somit erklärt sich die Bezeichnung  Chuvsgul als Blauer See. Durch seine enorme Grösse nennen die ortsansässigen Bewohner ihn auch „Mutter Meer“. Seit vielen Jahrhunderten beteten die Menschen den See an und glaubten an seine Macht. So kann man an dem See noch die Bдume sehen, an den die Glдubigen blauen Seidentücher und -Bänder seit Jahrhunderten  hängen.

nord-Tsaatan, the reindeer breeders

„Tsaatan"-die Rentier-Züchter
 
Die Rentier-Züchter leben im Nordwestgebiet vom Huvsgul, das der Taiga sehr ähnelt.  Die sich dort befindenden Berge sind 3.000 m über dem Meeresspiegel hoch. Das Gebiet hat dichte Wälder und ist felsig. Weideflächen sind selten, und die Sommer sind kurz. Wie schon immer, passen Rentiere und Yaks zu dieser Landschaft. Die Rentierzüchter leben auch in der West- und Osttaiga. In der Mongolei werden die Rentierzüchter Tsaatan genannt.  Heutzutage leben 14 Familien in der westlichen Taiga, und 18 Familien leben in der östlichen Taiga. Die Rentierzüchter wechseln sechs bis achtmal im Jahr ihren Standort. Für den Transport werden auch die Rentiere selber genutzt, und die Entfernungen liegen bei 150 km bis 200 km.  
Unter den Rentierzüchtern gibt es auch Schamanen, mit den die Touristen gern Bekanntschaft machen wollen. Bei den Schamanen findet das allerdings keine Resonanz, weil ihre religiöse Bekleidung und ihre Rituale nur zu bestimmten Zeiten getragen wird bzw. durchgeführt werden. Der schwere Metallbehang ihrer Bekleidung erfordert beim Anlegen immer eine zusätzliche Hilfe, doch während des Schamanentanzes in Trance mit seinen grossen Sprüngen und schnellen Bewegungen kann man der Annahme sein , dass die Gesetze der Schwerkraft aufgehoben sind. Es wird durch ihre unterschiedliche Wirkung zwischen den männlichen(Zairan) und weiblichen(Udgan) Schamanen unterschieden. Der weibliche Schamane ist stärker als der männliche.

nord-Vulkan

Der erloschene Vulkan von Uran Togoo Uul liegt in der Nähe der Strasse von der Stadt Bulgan nach Moron, der Verwaltungsstadt des Chuvsgul-Aimags. Die Strasse verläuft 80 km in nordwestliche Richtung von Bulgan durch das Territorium des  Kutag-Undur Sum. Uran Togoo Uul nimmt eine Fläche von 8 km² ein und erhebt sich 1.686 Meter über dem Meeresspiegel. Dieses Gebiet ist seit  1965 geschützt, und  man kann sich an dem säulenartigen Naturdenkmal erfreuen. Auf dem erloschenen Vulkan befindet sich der Krater mit einer Ausdehnung von 500 bis 600 m und einer Tiefe von 50 m. Im Krater befindet sich ein kleiner See mit einem Durchmesser von 20 m, der von Bäumen umgeben ist  Es ist ein wirklich faszinierender Berg. In dieser Region kann man Damhirsche, verschiedene Steinböcke, Wildschweine und verschiedenen Entenarten begegnen. 

nord-Amarbayasgalant

Amarbayasgalant-Kloster liegt 360 km nördlich von Ulan Bator  und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Es kann mit dem Jeep oder durch eine Kombination der lokalen Zug- und Auto-Fahrt erreicht werden. Es handelt sich nach dem Erdene Zuu Kloster bei  Karakorum um das zweitbedeutende Kloster der Mongolei.  Erbaut  wurde es von 1727 bis 1736 und war dem ersten mongolischen buddhistischen Bogd Gegeen (Staats- und Religionsoberhaupt) gewidmet. Es gab 27 verschiedene kleine und grosse  Tempel. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert war es die grösste buddhistische Pilgerstätte in der Mongolei. Es lebten ungefähr eintausend Lama, die lernten und bei den typischen Gesängen meditierten, in diesem Kloster. Während der Repressalien von 1930 bis 1940 wurde Amarbayasgalant ausgeplöndert und z.T. vernichtet. 1996 wurde es von der UNESCO in der Liste des Weltkulterbes aufgenommen.
Nach 65 Jahren organisierten Mönche erstmals wieder die Aufführung des religiösen Tanzes „Tsam“ in diesem Kloster. 

 


Östliche Mongolei
ost-hentiih

Der Gebirgsnationalpark Khan Chentii ist das Heimatland von Dschingis Khan und ist von grosser historischer und kultureller Bedeutung. Die Landschaft des Parks bildet den übergang vom Wald der sibirischen Taiga zur Grassteppe.  Der Gebirgsnationalpark des Khans Chentii ist ein Natur- und Geschichtsschatz. Von der UNESCO wurde dieser in der Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Der Nationalpark wird von Wäldern der Taiga und Bergwaldsteppe bedeckt. Im literarischen Denkmal “ Die Geheime Geschichte der Mongolen“ ist dieses Gebiet beschrieben. Es befindet sich nordöstlich von der Hauptstadt.

ost-uglugchiinherem 

Oglogchiin Cherem ( Cherem = Mauer) liegt am Fusse des Berges Daitschin, 45 km südwestlich von Batshireet Sum (Sum = Verwaltungsgebiet, Kreis) Es ist eine 3 km lange Mauer. Sie wurde aus Steinen ohne Gebrauch von Mörtel gesetzt. Als der russische Archäologe S. Kondratiev dieses Gebiet 1926 erforschte, war die Mauer 2,5-4,5 m hoch. Heute misst sie an ihrem höchsten Punkt 3,1 m. Im letzten Sommer entdeckte eine mongolisch-amerikanische Gruppe auf der gemeinsamen Entdeckungsreise "Dschingis Khan" etwa 60 Grabstätten in der Nähe dieser Mauer. Die Archäologen glauben, dass Oglochiin Cherem eine Grabstätte von grossen mongolischen Persönlichkeiten, wie Dschingis- oder Kublai Khan sein kann. 

ost-herlengol

Der Kerulen (Fluss) hat seinen Ursprung am südlichen Hang einer 1.750m hohen Erhebung, fliesst zuerst nach Süden und wendet sich dann allmählich nach Osten zu und fliesst schliesslich in den Dalai See ( Hulun Nur ) auf chinesischen Gebiet. Das Wassereinzugsgebiet des Kerulen beträgt einschliesslich der Wasserscheide 116.455 km², und er hat auf dem Gebiet der Mongolei eine Länge von 1090 km. Im Mittel des Jahres transportiert er 20,1 m³/s Wasser aus dem Gebiet von Tschoibalsan.

ost-deluunboldog
 
Deluun Boldog , der Geburtsort von Dschingis Khan
Anlässlich des 800. Geburtstages von Dschingis Khan wurde 1962 in Deluun Boldog eine Statue an dem Platz errichtet, an dem man den Geburtsort des grossen Khans vermutete. Dieser Ort ist in der Nähe vom heutigen Dadal Sum. Es ist ein attraktives, bewaldetes Gebiet im Nordosten der Chentii-Region. In diesem Gebiet befinden sich Pfade und Seen sowie Denkmäler, wo die Besucher studieren können, warum der wilde Krieger und grosse Führer noch heute verehrt wird. In Dadal-Sum stand einmal einer von den drei grössten lamaistischen Tempeln, der Dschingis Khan gewidmet war. Dieser wurde in den 1930er Jahren zerstört. Zur Erinnerung an diesen wurden in der wunderschönen mongolischen Landschaft Steindenkmäler aufgestellt. 

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Das Bereeven-Kloster ist im Tal der Bereeven Berge gelegen. Das Kloster wurde 1777 aus Granit errichtet . Die Gottheit "Manzushir" mit einer Höhe von 3 m und einer Breite von 2m wurde aus rötlichen Granit geschaffen und steht südöstlich vom Kloster. Der Hauptandachtsraum wurde 1813 gebaut. Er hatte 32 Säulen und nannte sich "Utai-Gumben". Die teilweise zerstörte Anlage wurde in einigen Jahren von amerikanischen Bauleuten gesichert. Das Kloster war das Zuhause  bis zu 8.000 Lamas. Es war das religiöse Zentrum der Chalch Ostmongolen. Durch seine Lage zu den nahen Wäldern wurden die Gebäude aus Stein und Holz gebaut. Es sind keine ausführlichen Aufzeichnungen vorhanden.

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Chuch Nuur (Blauer See)
Es wurde erwähnt, das Temudschin ( Dschingis Khans Kindsname ) an Chuch Nuur, am Berg 
Char Zurch ( Schwarzes Herz ), am Fluss Sengur zum grossen Khan ( Dschingis Khan ) der Mongolen ernannt wurde. Der Berg Char Zurch bildet einen markanten Punkt mit seiner bewaldeten Nord- und seiner baumlosen Südseite.
Steine einer Jurtenruine mit einem Durchmesser von 15 m befindet sich auf der Südseite des Sees. Es kann sein, dass es sich um die Palastjurte handelt, in welcher der Grosse Khan der Mongolen 1189 ernannt wurde. Das Gebiet um den See ist ein weites Tal mit Taigawäldern und umgeben mit Bergketten.

ost-DornodMongolia steppe

Die Oststeppe der Mongolei (Dornod-Steppe)
Teile der Dornod-Steppe wurden zum geschützten Gebiet erklдrt, um die Mongolische Gazelle in diesem Lebensraum zu erhalten. Der östlich geschützte Steppenbereich entspricht einem typischen Teil von dem letzten , grossen, flachen Ökosystem. Charakteristisch für dieses Gebiet ist eine durch das Gras entstehende sanfte, wallende Bewegung. Dieses Gebiet erstreckt sich über 200 km entlang der chinesischen Grenze. Es umfasst 570.374 ha des Gebiets der Menen Steppe und Lagyn Chooloi. Der östliche geschützte Steppenbereich beherbergt 25 verschiedene Säugetierarten. Dominierend sind Herden von Gazellen. Von dem Gesamtbestand der Mongolei sind hier 70% angesiedelt. Der geschützte Bereich ist nur ein kleiner Teil von der riesengrossen Steppe der östlichen Mongolei. Dank der Behörden kam es zum Schutz des empfindlichen Gebietes mit seiner gefährdeten Flora und Fauna.

 

Südliche Mongolei

Mongolische Südgobi
1975 erklärte die mongolische Regierung die Südgobi zum Nationalpark. In dem Jahr 1991 stellte die UNESCO fest, dass es sich um das viert grösste Biosphärenreservat der Welt handelt. Die Mongolen meinen, dass es 33 unterschiedliche Gobilandschaften gibt, nur3 % sind Sandwüste. Häufig wird angenommen, dass die Gobi eine leblose Wüste ist ,wie man die Wüsten in anderen Teilen der Welt antrifft.


 

Auf dem Gebiet der heutigen Gobi lebten in früheren Zeiten Dinosaurier. Heute ist sie das zu Hause der Kamelzüchter und sie bietet eine reiche Tier- und Pflanzenwelt. Dinosaurier-Skelette und ihre versteinerten Eier sind hier bis zur Gegenwart bewahrt worden. Wildesel, Kamele, Schneeleoparden, Bergschafe und Gazellen ziehen durch die Landschaft, und es gibt eine breite Pflanzenwelt.

Chongoryn Els (Sanddüne)
Es sind die grössten Sanddünen der Mongolei, die in einigen Abschnitten eine Höhe von 
800 m erreichen. Die Sanddünen in Sevrei-Sum im Südgobi- Aimag werden Chongoryn Els genannt. Der Chongoryn- Fluss fliesst entlang der Sanddünen, und an ihm bilden sich Oasen. Die Sanddüne ändert ihre Farbe mit jeder Stunde eines Tages, von gelb bis silbern, und bei Tagesanbruch und Sonnenuntergang ergeben sich weitere Farbspiele. Die Ausdehnung der Düne beträgt in der Länge 180 km und in der Breite 3 bis 5 km. An windigen Tagen geben die Dünen ein Geräusch von sich, das einem Flugzeugmotor ähnelt, und sie deshalb auch „Singende Dünen“ (Duut Manchan) genannt werden. 

Joly Am (Geierschlucht)
Die Gurvan Saichan Berge (Drei Schönheiten) sind drei felsige Spitzen, von denen die höchste 2815 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Die Geierschlucht ist seit 1965 Schutzgebiet. Sie liegt 62 km nordwestlich von Dalanzadgad im Zentrum des Südgobi-Aimags. Joly Am hat einen weit gedehnten Zutritt, der sich zu einer engen Schlucht verengt. Die besondere Lage der Schlucht ist eine Ursache dafür, dass auch im Juli noch reichlich Eis im Grund vorhanden ist. Im Anschluss bietet die atemberaubende Landschaft mit ihren bizarren Felsen zweifellos einen der schönsten Plätze im Land.

Baga Gazariin Chuluu 
Die 1751 Meter hohen Granitberge im Territorium von Adaatsag Sum im Dundgobi Aimag 
( Mittelgobi ) sind ein weiterer Platz mit einer einzigartigen Landschaft. Viele Touristen vergleichen diese Erscheinungen auch mit einer Mondlandschaft. Der Berg ist nicht nur reich an Kristallen von Mineralien sondern bietet noch weitere überraschungen. Es befinden sich steinerne Tempelruinen aus dem 17. Jahrhundert an dieser Stelle. 

Baga Gazariin Chuluu 
Ongi-Tempel ist eine Ruine des grossen Klosters von Bari Yonzon Chamba am Ufer des Ongiin- Flusses. Dieses Kloster hatte 28 Tempel und andere Bauwerke (Stupas )auf dem Südhang des felsigen Berges. Stupas konnten noch erhalten werden. Dieses Kloster beherbergte ungefähr 1.000 Lamas. Während der stalinistischen Säuberungsaktion in den 1930er Jahren wurden alle Tempel durch die revolutionдren Banden zerstört. Seit 1994 wurde ein Tempel wieder errichtet. Zur Zeit leben dort wieder zehn Lamas. 

Bayanzag (reich an Saxaul) ist einer der berühmten Plätze der Mongolei, der sich auf dem Grund eines früheren Meeres vor etwa 60 bis 70 Millionen Jahren befindet und viele paläontologische Entdeckungen ermöglichte. Der Platz wurde von dem amerikanischen Forscher Roy Andrew, als er 1920 die Mongolei besuchte, als Brennende Klippen benannt. Während seines zweijährigen Aufenthaltes in der Mongolei durchforschte er die Gobi, und er machte umfangreiche fossile Dinosaurierfunde bei Bayanzag. Seine Funde transportierte er auf 70 Kamelen. Der Forscher zeigte im Naturkundemuseum in Ulan Bator in einer Ausstellung ein grosses Dinosaurierskelett. Von zehn verschiedenen Dinosaurierarten, die er entdeckte, fand er  acht in der Mongolei.
Die Südgobi hat auch Oasen und die schönen Berge  „Nemegt“, die Berge „Altan“, weite Steppen und Täler mit seltenen , wilden Tieren, wie Asiatischer Wildesel, Schwarzschwanzantilopen und den Steppenwolf, denen man in der Natur begegnen kann.
Das ist einer der schönsten Plätze von 33 unterschiedlichen Gobilandschaften der Mongolei, wo die Reisenden frühgeschichtliche Felsmalereien, Höhlen, in denen Mönche meditierten und Ruinen von Tempeln  sowie Wohnstätten besichtigen können. 

Das Baktrische Kamel ( das zweihöckrige Kamel ) 
Auf der Welt gibt es 19,1 Millionen Kamele, von denen 0,8 Millionen zweihöckrig sind. Davon leben 30% in der Mongolei. Die selteneren zweihöckrigen Kamele haben somit ihr Hauptverbreitungsgebiet in der Mongolei. Seit 1995  werden jährlich 10% des Kamelbestandes für die Ernährung der Menschen verwendet, was aus Mangel an anderen Nahrungsmittel resultiert und auf dem Land gleichzeitig eine Geldeinnahme bedeutet.    

 

Westliche Mongolei 

west-Altai tawan bogd - National Park
 
Altai Tavan Bogd- Nationalpark
Die Bergkette des Mongolaltais ist eine der drei Hauptgebirgskämme der Mongolei, und die höchsten Berge des Landes befinden sich dort. Der Gebirgszug verläuft über mehr als 600 km. Die Altai Tavan Bogd-Gruppe ( fünf Heilige ) und Tsambagarav sind die höchsten Gebiete des Westens in der Gebirgskette des Mongolaltais. In der Tavan Bogd-Gruppe ist der höchste Berg der Chüiten-Gipfel mit 4.374 m über dem Meeresspiegel (auch Nairamdal-Gipfel genannt).
Das ist auch der höchste Punkt der Mongolei. Die Altai Tavan Bogd-Gruppe liegt in der Nähe der nordwestlichen Grenze der Mongolei. Gletscher und Eis sind in den hohen Lagen des Tavan Bogds dauerhaft. Die Spitze des Berges Munch Chairchan liegt 4326 m über dem Meeresspiegel. Die Altai Tavan Bogd- Gruppe ist seit 1996 ein geschütztes Gebiet.  
 

Chyargas-See ist mit 1.406 km² einer der grössten Seen der Mongolei. Er ist 75 Kilometer lang, 31 Kilometer breit und 80 Meter tief. Die Seeoberfläche liegt 1.028 Meter über dem Meeresspiegel. Das Wasser ist brackig. In ihm leben seltene Fische, wie die mongolische Äsche.

west-Bazan-Ulgii aimag

Der Bayan Ulgii-Aimag(Aimag = Verwaltungsbezirk; Provinz)wurde 1940 gegrьndet. Bayan-Ulgii ist das Dach der Mongolei. Es ist ein im Westen abgelegenes Gebiet mit hohen Bergen, sogar Gletschern, steilen Wдnden und schnellen, reiЯenden Flьssen. Dieses Gebiet unterscheidet sich wesentlich von den ьbrigen Landschaften des Landes. In diesem Aimag unterscheidet sich auch der grцЯte Teil der Bevцlkerung von den ьbrigen Menschen der Mongolei. Es sind ьberwiegend Kasachen mit ihrer eigenen Sprache, ihrer eigenen Religion und mit eigenen Brдuchen. Der Bayan Ulgii-Aimag nimmt eine Flдche von 45.700 km² ein. Die Bevцlkerung wurde im Jahr 2000 mit 91.068 angegeben. Der hцchste Berg der Mongolei, der Chьiten-Gipfel mit seinen 4.374 m, liegt ebenfalls in diesem Aimag auf der Grenze zu China. 

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Uvs-See ist der grösste Salzsee mit 3.350 km² in der Mongolei und bildet eine Einzigartigkeit in der Grossen Seensenke im Westen des Landes. Sein Salzgehalt ändert sich von 
3 auf 35 g/l. Mit seinen Schilfufern und seinen Süsswasser-Flussdeltas bietet dieser Raum Brutgelegenheiten für viele Vogelarten und Rastplätze fьr zahlreiche wandernde Arten. Der seichte See liegt in einer Höhe von 759 m über dem Meeresspiegel. In den Gebieten der Wüste und der Berge finden sich seltene Tiere wie die mongolische Rennmaus, die Polarkatze, der bedrohte Schneeleopard, Wildschafe und der Asiatische Steinbock.
Seit 1997 wird das Uvs-Nuur-Becken als Biosphärenreservat von der UNESCO anerkannt.
 
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Der Char Us See (Schwarzwassersee) ist zwar der zweitgrösste Süsswassersee des Landes, er erreicht aber nur eine Tiefe von 4 m. Der Chovd-Fluss fliesst in diesen See, und seine Mündung schafft ein riesiges Sumpfdelta. Wegen seiner idealen Bedingungen für Wasser- und Sumpfvögel wurde dieses Gebiet in der Liste der Ramsartagung 1999 aufgenommen. Dieses Gebiet umfasst 850.272 Hektar des Landes von dem Chovd Aimag. Es wurde 1997als Nationalpark eingestuft.

Zentral Mongolei

Karakorum 2

 

Karakorum (Charachorin) und das Erdenezuu -Kloster
Die Reste der früheren Hauptstadt  Karakorum und das Kloster Erdenezuu mit seinen 108 Stupas weckt bei den Reisenden immer wieder grosses Interesse. Es liegt 370 km von Ulan Bator entfernt  und befindet sich  1.600 m über dem Meeresspiegel. Die sagenhafte Stadt von Dschingis Khan wurde im Jahr  1220 im Orchontal  an einer Kreuzung  der Seidenstrasse gegründet.
Nach dem Tod des grossen Khans wurde diese durch seinen  Sohn Ogedei Khan vollendet. Karakorum diente aber nur 40 Jahre als Hauptstadt, bis Kublai Khan  diese in das heutige Peking verlagerte. Mit dem Zerfall des grossen Mongolischen Reiches  wurde Karakorum aufgegeben und später  durch mandschurische Horden zerstört. Die verbliebenen Ruinen von Karakorum lassen heute noch  die kolossalen Mauern  (400 m in der Länge) und Teile frühere Gebäude erkennen.

In der Nähe der Ruinen von Karakorum befindet sich das erste 1586 erbaute buddhistische Kloster Erdenezuu mit seinen 108 Stupas. 
1792  gehörten 62 Tempel zu dem Kloster, in denen10.000 Lamas ihre Dienste verrichteten  Während der Stalinistischen Säuberungsaktionen in den 1930er Jahren wurde auch dieses Kloster ein Opfer und teilweise zerstört. Vier aus Stein gehauene Schildkröten kennzeichneten die Grenzen des Komplexes, von denen zwei noch erhalten sind.
 Nach der demokratischen Bewegung 1990 ist es wieder ein aktives Kloster und hat viel von seinem früheren Ruhm zurückerlangt.
Eingeschlossen in einem riesigen ummauerten Komplex befinden sich drei Tempel, die den drei Lebensphasen  Buddhas  (als Kind, Jugendlicher und Erwachsener)  gewidmet sind.  Der Zentraltempel  namens Zuu,  beherbergt Statuen von Buddha als ein Kind. 

Tuvkhun kloster 1

Das Tuvchun-Kloster wurde auf der Höhe des Undur Shireet  2.312 Metern über dem Meeresspiegel errichtet.  Undur Shireet befindet sich auf der Grenze zwischen  den Archangai und Uvurchangai Aimags. Das Kloster wurde durch Zanabazar (erster Bogd Gegen der Mongolei) erbaut. Es wurde 1654 auf der 20m hohen Felsklippe  am Südhang  mit 14 kleinen Tempeln errichtet. Zanabazar schuf  dort 1680 die berühmte Schrift „Sojombo".
Der Tempel ist seit 1998  in der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO eingetragen und seit 1996 ist es Schutzgebiet in der Mongolei. 

Ugii nuur 11

Ugii-See liegt 1.337 Meter über dem Meeresspiegel in Ugiinuur Sum im Archangai Aimag. Er erstreckt sich  25 Quadratkilometer, und ist für seinen Vogel- und Fischreichtum bekannt. An Fischen finden wir Hecht, Katzenwels und Barscharten, die den Hauptanteil  für den Fischereibetrieb bilden. Fünfzig bis achtzig Tonnen werden jährlich gefangen. An Vögeln kann man öfter Schwäne, Gänse ,Weissen Löffelreiher und den fleckigen Dalmatinischen Pelikan antreffen.

Khugnukhan uul
Chugnu Khan-Gebirgsnationalpark 
Im Grenzgebiet von drei Aimags (Bulgan , Ovorkhangai und Tuv ) befindet sich das Chugnu Khan-Gebirge. Es ist ein malerisches Gebiet mit Bergen, Wäldern, Steppen, Wüstencharakter ( auch genannt Elsen Tasarchai ) und Mineralwasserquellen,  alles auf engen Raum. 
Dort befindet sich auch das Chugnu Tarny Kloster, welches sich aus einer  oberen und unteren Anlage zusammensetzt. Was das Kloster interessant macht ist, dass es von drei verschiedenen Zeiten des Buddhismus ( frühe, mittlere und späte ) in der Mongolei gekennzeichnet ist. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts  gründete der Prinz Bishrelt des ehemaligen Tusheet Khans Aimag das Kloster. Zanabazar widmete später seinem Lehrer Erdenetsorj dieses Kloster. Es wurde in 1670-1680 gebaut  Während des Krieges von Galdan Boshigt gegen die Mandschurei am Ende des 18. Jahrhunderts wurde es zerstört. Nach der Demokratisierung 1990 wurden die Tempel wieder restauriert. Die Restaurierung wurde von der Enkelin des Mönchen geleitet, der in dem zerstörten Kloster lebte.   
Wasserfall 2

Der Wasserfall „Ulaan Tsutgalan“ 
Der Fluss Ulaan kommt aus den Bergen,  passiert mehrere Kaskaden und erreicht schliesslich die Stelle, wo er aus einer beeindruckenden  Höhe von 20 Metern in die Tiefe stürzt und nach etwa weiteren 100 m sich mit dem Fluss Orchon vereinigt. Der Orchon fliesst durch Basalt-Felsen aus dem Gyatruu-Gebiet, zum  Karakorum Sum bis er nach  1.124 km in den Fluss Selenga mündet. Der Wasserfall ist ein bedeutender Platz zur Beobachtung von Vögeln und ein beliebter Platz zum Angeln. Es besteht auch die Möglichkeit eines Besuches bei Araten, die Pferde züchten. Dort kann man  ihre Lebensweise, ihre Kultur und Traditionen erfahren. 
  

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Chorgo Terchiin Tsagaan Nuur- Nationalpark
Zur Erhaltung der gefährdeten Arten von Flora und Fauna wurde der Chorgo Terchiin Tsagaan Nuur National Park in dieser einzigartigen Landschaft gegründet. Er ist von den Bergen des Changaigebirges umgeben, die bis zu 3.000 m über den Meeresspiegel ragen. In diesem verhältnismässig kleinem Gebiet gibt es etwa  ein Dutzend erloschene Vulkane. In einigen von ihnen befinden sich winzige, kristallklare Seen. 
Der Chorgo Krater, gelegen in einer Höhe von 2.210 Metern, mit einem Durchmesser von 
20 Metern und einer Tiefe von 70 bis 80 Metern, ist der interessanteste von allen. In diesem Krater gibt es keinen See, aber es gibt Wolken, die von dem aus den Klüften und Spalten austretendem Wasserdampf gebildet werden. Im Winter bilden sich Eisformen, die aus der Ferne wie grosse Schafherden aussehen.
In der Nähe des Kraters gibt es Dutzende kleine Höhlen mit Stalaktiten, die von Decken und Wänden hängen.
 Die in der Vergangenheit mit vulkanischer Lava überschwemmten Täler sind heute mit kleinen Wäldern und einer grossen Vielfalt  von Blumen und Beeren bewachsen. In den Wäldern leben viele Rehe, wilde Ziegen und andere Tiere sowie  verschiedene Arten von Vögeln. 

Terkhiin tsagaan See

Terchiin Tsagaan-See
 
Eine riesige Masse der weissglühenden Lava blockierte einst das Bett des Flusses Terch, und das angestaute Wasser bildete den See Terchiin Tsagaan, der eine Länge von  16 km misst, eine Tiefe von 20 m hat und eine Fläche von  61 km² einnimmt. Er liegt in einer Höhe von 2.060 m über dem Meeresspiegel. Der Fluss, der den See verlässt, trägt den Namen Suman.   Mit seinem reissendem, wilden Wasser bahnt er sich den Weg durch Felsen, bildet dabei Schluchten und staut auch weitere kleine Seen an. Das Wasser des Flusses ist so unruhig, dass es bei den strengen Winterfrösten nicht friert. In der Mitte des Sees gibt es eine vulkanische Insel, die mit Büscheln vom Gras  „San Kham“ bedeckt ist. Den ganzen Tag kann man die Schreie von  Vögel und das quaken der Enten hören.
Zu der vorhandenen Tierwelt um den See zählen weiter: Gänse, Edelhirsch, Sibirische Rehe, Bären und im Sommer nisten auch Grosse Kormorane.

Besuch bei einer Nomadenfamilie
Die Mongolei ist eins der wenigen Länder der Welt, wo es noch eine grosse Anzahl Nomaden gibt. Seit dem Hunnenreich züchten die Mongolen in erster Linie fünf Haustiere wie Schafe, Pferde, Rinder,  Kamele und Ziegen in den weiten Gebieten der Wälder, der Steppe und der Wüste. Besonders respektieren sie ihre Pferde. Mongolen sehen in ihren Pferden ihren besten Freund. Mongolische Nomaden wechseln zwei bis viermal im Jahr ihren Platz. Die Anzahl der Wechsel hängt von der Qualität der Weide und dem Viehbestand ab. Die mongolischen  Nomaden folgen immer ihrer Herde, weil sie den Weg zu den besten Weiden kennt. Die Behausung für die Araten (Nomaden) ist die traditionelle Jurte.

 

   
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