Seen auf dem Dach der Welt
Seen auf dem Dach der Welt
Saxonia Entertainment produziert Reihe auf ARTE
Leipzig, 09.03.2012 (newsropa.de) - Sie sind atemberaubende Schönheiten in schwindelerregenden Höhen, eingebettet in raue, karge Landschaften und umgeben von einer einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt. Sie sind stille Botschafter längst vergangener Kulturen und bis heute prägen ihre Mythen und Legenden den Kulturkreis ihrer Bewohner – Asiens Bergseen. Nun hat die Saxonia Entertainment eine fünfteilige Dokumentationsreihe über diese einzigartigen Naturschönheiten produziert - in HD-Hochglanz. Jeder Bergsee, ob in Kirgisien, Tadschikistan, Ostkasachstan, Tibet und der Mongolei, erzählt dabei seine eigene Geschichte, die das Leben der Bewohner vor Ort bis heute prägt. Regisseur Stephan Kühnrich spricht im Interview über die Dreharbeiten auf dem Dach der Welt.
Was sind die besonderen Herausforderungen bei Dreharbeiten so weit oben im Gebirge?
Bei Dreharbeiten in Höhen über 4.000 oder gar 5.000 Meter braucht man einige Tage, um sich zu akklimatisieren. Einige unserer Begleiter in Kirgistan und in Tibet litten trotzdem schwer unter der Höhenkrankheit. Unsere Drehteams hatten zum Glück keine diesbezüglichen Beschwerden.
Die größte Herausforderung waren sicher die körperlichen Belastungen der Kletterei für gute Bilder von oben. Aufstiege über 4 oder 5 Stunden waren keine Seltenheit. Dazu kam das Gepäck. Kamera, Objektive, Stativ und Akkus - das können schnell über 30 Kg pro Person sein. Im Pamir haben wir einen ganzen Tag für fünf Einstellungen gebraucht. Gelohnt hat sich das ganze trotzdem. Alle fünf Einstellungen waren so schön, dass sie in den Film kamen.
Wir haben natürlich vorher gewusst, was auf uns zukommt und speziell dafür trainiert. Einer unserer Kameraleute hat dafür in Berlin sogar ein "Unterdruckgym" gefunden, ein Fitnesscenter, in dem die dünne Bergluft speziell dafür erzeugt wird. Und ich habe beim Training fast 20 kg abgespeckt, um den Belastungen standzuhalten.
Wie haben die Einheimischen in den abgelegenen Gebieten auf das Drehteam reagiert?
Wir haben mit sehr vielen verschiedenen Einheimischen Kontakt gehabt - mit Tadschiken, Kirgisen, Kasachen, Tibetern und Mongolen. Eigentlich hatte ich völlig verschiedene Mentalitäten erwartet. Überraschenderweise waren sich die Menschen in den Bergen, unabhängig von ihrer Nationalität, sehr ähnlich. Überaus gastfreundlich, zugänglich und vor der Kamera völlig unbefangen.
Gastfreundschaft ist in dünnbesiedelten Gebieten jahrhundertelange Tradition. Für den unbefangenen Umgang mit Fernsehleuten habe ich meine eigene Erklärung. Die Leute sehen nicht fern. Sie haben schlicht keine Ahnung von den Niederungen unseres Gewerbes.
Hat man bei den Arbeiten selbst noch einen Blick für die Schönheit der Natur?
Ja, ja und ja. Natürlich nimmt uns die Arbeit auf den Reisen rund um die Uhr in Anspruch. Aber diese grandiosen Landschaften sind einfach so überwältigend, dass du sie nicht übersehen kannst. Du kriechst morgens aus dem Zelt und stehst an einem der schönsten Plätze des Planeten. Du reibst dir die Augen und fragst dich, warum sie dir dafür Honorar zahlen. Ich habe in den Bergen Afghanistans und Pakistans schon Filme über Krieg und Terror gedreht, und trotzdem habe ich die Schönheit der Berge und Täler nicht vergessen.
Aber hier war diese Schönheit ja das Thema. Wir haben die traumhaften Bilder extra gesucht und natürlich auch genossen. Und für alle Fälle haben wir über 4.000 Fotos davon gemacht.
Quelle: http://www.newsropa.de/index.php?id=115&;tx_ttnews[tt_news]=17909&tx_ttnews[backPid]=7&cHash=2c5345b82b
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